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Frühling, Sommer

Handbemalte Suppentassen mit traditionellen Motiven

Handbemalte Suppentassen mit traditionellen Motiven

Sind wir uns ehrlich:

Schneeweißes Geschirr ist zwar ein schöner, reiner und sehr klassischer Anblick auf einer hübsch gedeckten Tafel, er kann aber auch schnell ein langweiliger werden.

Kein Wunder, dass man als Besitzer eines weißen Tafelservices immer wieder die vielen wunderhübsch gemusterten Teller, Schalen und Schüssel bewundert, die man auf Handwerksmärkten und Co erstehen könnte. Gerade bei traditionell handgefertigten Porzellanwaren kennt dabei der Farben- und Formenreichtum schier keine Grenzen und macht Lust darauf, auch selbst einmal Hand anzulegen.

Dem modernen Bastelbedarf sei Dank ist es auch gar nicht schwer, sich einmal selbst im Porzellanmalen zu versuchen! Und, wenn man dabei auch nur ein paar kleine Tricks und Kniffe beachtet, können weiße Teller und Suppentassen im Handumdrehen zuhause verschönert werden. Die wichtigsten Hinweise für angehende Porzellankünstler haben wir zusammengefasst:

  1. Porzellanfarben erhält man im Bastelbedarf und manchmal auch im gut sortierten Schreibwarenhandel in meist zwei Varianten: als flüssige Farbe im Töpfchen, die mit dem Pinsel aufzutragen ist und als Porzellanmalstift. Letztere sind dabei für Anfänger leichter zu handhaben, da ihr Auftrag sehr an Plakatmarker erinnert. In dieser Anleitung haben wir uns daher für einen Porzellanmarker von mittlerer Dicke entschieden.
  2. Am wichtigsten beim Porzellanmalen ist die Grundlage: Das Geschirr muss sauber und fettfrei, trocken und frei von Spülmittelresten sein, sonst zieht die Farbe Schlieren oder hält nicht richtig. Und: Auf weißem Porzellan wirken die bunten Farbtöne der Marker am schönsten und klarsten.
  3. Bemalt werden sollten nur jene Teile des Geschirrs, auf dem keine Speisen zu liegen kommen – bei Tellern etwa der Tellerrand oder bei Suppentassen die Außenwand. Eine Stelle, die bereits bemalt wurde, sollte außerdem nicht übermalt werden, sonst droht die Farbe abgeschabt zu werden oder beginnt zu bröckeln.
  4. Um einfache Muster auf glatte Schüsseln zu malen muss man kein Picasso sein. Schon kleine Tupfen, Herzchen oder einfache Blümchen, die regelmäßig über die Schüssel-Außenwand verteilt werden, machen ordentlich etwas her. Wer sich an geometrischeren Formen versuchen will sollte folgendes beachten: Senkrechte Linien, die vom Boden der Suppenschale hinauf zu ihrem Rand führen, sind leichter hinzubekommen, als Striche, die einmal um die Schüssel herumführen – hier ist die Gefahr größer, dass die Linien schief werden.
  5. Wer nach Inspiration für die aufzumalenden Muster sucht, könnte sich etwa an der traditionellen Bunzlauer Keramik orientieren. Diese klassischerweise in Blau verzierte Keramik spielt mit einfachen Formen und kombiniert diese immer wieder neu zu hübschen Verzierungen.
  6. Ist das Meisterwerk fertig, muss die bemalte Keramik erst ein paar Stunden trocknen und dann kurz in den Backofen, damit die Farbe aushärtet. Über den genauen Vorgang gibt die Packungsanleitung Auskunft. Und: Die fertig gebrannte Keramik wird nach Gebrauch am besten von Hand gespült. So hält sie länger.
Die Gute Güte
Caro von der Guten Güte

Caro ist eine "zuagroaste" Salzburgerin und verbringt ihre Freizeit am liebsten damit, die Mozartstadt mit ihren Cafés, Lokalen, Galerien, Events und Menschen zu erkunden und genau darüber schreibt sie auch auf ihrem Blog www.guteguete.at. Wenn sie nicht gerade neue Rezepte ausprobiert, räumt sie vermutlich in ihrer Wohnung an der Salzach herum, sucht nach neuen Rezepten oder Inspirationen oder nervt ihre beiden Katzen.